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Lübecker TS vs TSV Schwarzenbek - Spitzenreiter

Auch fünf Tage nach dem Spitzenspiel fühlt es sich noch wahnsinnig gut an! Nach einer geschlossenen Mannschaftsleistung gewinnen wir am Ende überglücklich mit 30:29. Aber von Beginn an:
Am vergangenen Samstag trafen wir vor heimischer Kulisse auf die Damen des TSV Schwarzenbek. Leider war unsere Lisa bereits beim Warmmachen so sehr auf das Tor fixiert, dass sie den Ball übersah und sich am Knöchel verletzte. 
Glücklicherweise war noch genug Zeit, sodass Nadine einspringen konnte.
Wir fanden zwar im Angriff gut in unser Spiel, ließen in der Abwehr jedoch zu viele Chancen zu. Nachdem wir in der zweiten Minute mit 0:1 hinten lagen, konnten wir die Gäste außer beim 6:6 in der 10. Minute und beim 8:8 in der 13. Minute immer mit mindestens einem Tor auf Abstand halten. Zwischendurch konnten wir uns sogar auf einen vier Tore Vorsprung absetzen, bis die Gäste zur Halbzeit auf 17:15 verkürzten. Jetzt hieß es für die zweite Halbzeit weiter im Angriff konzentriert zu bleiben, hinten noch aktiver die Rückraumschützin festzumachen und die Führung auszubauen, um das Ding sicher nach Hause zu bringen. Aber wir wären nicht wir, wenn wir das Spiel nicht noch einmal spannend machen würden. Denn plötzlich stand es in der 39. Minute 21:21 und alle schauten bereits nervös zur Anzeigetafel. War es Zeit für diesen berühmten LT-Moment, wo wir uns selber schlagen? Nein, diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Als wir in der 44. Minute 22:24 zurücklagen, nahm unser Coach die Auszeit und versuchte uns erneut Mut zu machen, dass wir jetzt weiter fighten müssen und dann der Sieger auch LT heißt. Also pushten wir uns gegenseitig und schafften es in fünf Minuten einen Rückstand von 22:25 in ein 27:27 zu drehen. Die Anzeigetafel zeigte an, dass noch weniger als zwei Minuten zu spielen waren, als wir bei einem Spielstand von 29:28 eine Zeitstrafe und einen 7m gegen uns bekamen. Schwarzenbek schickte die bis dahin sehr erfolgreiche Rückraumschützin zum 7m-Punkt. Glücklicherweise war der Pfosten unser Freund und rettete uns die Führung. „Jetzt die letzte Minute irgendwie den Ball ins gegenerische Tor bringen und den Sieg eintüten“, so zumindest in der Theorie der Plan. Leider gelang uns dies nicht und so konnte Schwarzenbek die Chance nutzen und 50 Sekunden vor Schluss auf 29:29 ausgleichen. Keine Auszeit mehr, aber ein letzter Angriff blieb uns noch. So schnappte sich unser Captain Laura Voß den Ball und spielte, wie so oft schon in dieser Saison, den Ball geistesgegenwärtig an unseren Kreis. Wie Dana uns hinterher bei einem Kaltgetränk verriet, war sie gar nicht begeistert davon. Doch Dana setze sich durch, sodass die Gegnerinnen sie nur noch innerhalb des 6m-Raums stoppen konnten. Mit Ablauf der Zeit gab es einen 7m für uns. In diesem Moment hielt es keinen mehr auf der Bank, einige konnten kaum hinschauen, einige drückten die Daumen, bis es schmerzte. Jana Krisat holte tief Luft, schnappte sich den Ball und warf den insgesamt achten 7m mit voller Kraft ins Tor. Was danach passierte war unbeschreiblich! Egal, ob Tabellenführer oder Tabellendritter, das Gefühl innerhalb der Mannschaft war unbeschreiblich. Denn wir haben gezeigt, dass wir EIN TEAM sind und gemeinsam auch schwächere Phasen überstehen. Wir haben uns als geschlossene Mannschaft präsentiert und haben am Ende verdient die zwei Punkte behalten. Nun heißt es, den gewonnen Thron verteidigen. Bereits am kommenden Samstag reisen wir zu den Damen aus Neustadt.

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